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KFW Kredite und staatliche Zuschüsse

Infos zur Förderung / Bezuschussung der Selbstständigkeit

Businessplan für KFWDer Schritt in die Selbstständigkeit erfordert nicht nur hohes Eigenengagement, sondern in den meisten Fällen finanzielle Mittel, welche die wenigsten selbst komplett aufbringen können. Die Möglichkeiten zur Finanzierung des Projekts sind ein essentieller Faktor zur erfolgreichen Realisierung der Geschäftsidee. Für die externe Finanzierung gibt es in Deutschland mehrere Optionen.

Die naheliegende Variante ist die Kreditaufnahme bei institutionellen Banken, was sich gerade für Start-Ups als schwierig erweisen kann, da die Anforderungen der Kreditinstitutionen bezüglich der Sicherheiten relativ hoch sind.

 

Bereits bestehende Unternehmen haben zahlreiche Unterlagen wie die Gewinn- und Verlustrechnung, Steuerbescheide einzureichen und private Vermögensverhältnisse offenzulegen.

Staatliche Zuschüsse und Förderungsgelder

Daneben kann man als Existenzgründer auch von staatlichen Förderungsmöglichkeiten profitieren. Die bedeutendste Rolle spielt dabei der Existenzgründerzuschuss, der beim Arbeitsamt beantragt werden kann. Dieser dient vorläufig zur Deckung der Betriebskosten und für den privaten Lebensunterhalt des Gründers während der ersten sechs Monate. Am Anfang soll die finanzielle Belastung für das Unternehmen verringert werden, um die Existenzfähigkeit der Firma zu sichern. Ein weiteres Motiv des Zuschusses ist es, Arbeitslosigkeit zu verringern. Dafür ist die Voraussetzung des Anspruchs auf Arbeitslosengeld gegeben, welcher noch mindestens 150 Tage geltend ist. Außerdem ist es erforderlich nachzuweisen, dass das Projekt ein tragfähiges Vorhaben ist, mit dem der Gründer seinen Lebensunterhalt erwirtschaften kann, und über das er ausreichende Kenntnisse verfügt.

Wie lange bekomme ich Förderung?

Die Förderdauer erstreckt sich über 6 bis 15 Monate, aufgeteilt in zwei Phasen, die Hauptförderung und die Nachförderung. Das erste Halbjahr bezieht der Gründer Arbeitslosengeld I und einen Gründerzuschuss von monatlich 300 Euro. Danach erfolgt eine Beurteilung. War die Anfangsphase erfolgreich, werden die 300 Euro weiterhin für neun Monate bezahlt. Erhält man diesen Zuschuss, hat man auch die Möglichkeit das sogenannte Gründercoaching Deutschland (weitere Infos hier >>) in Anspruch zu nehmen. Dieses bezuschusst 90% des förderungsfähigen Coachinghonorars. Durch das Coaching hat das neugegründete Unternehmen ein höheres Erfolgspotential.

 

Ab dem zweiten Jahr nach der Gründung kann auch ein Zuschuss für Unternehmensberatung beantragt werden. Die Beratung soll zur Beantwortung von allgemeinen und speziellen Fragen bezüglich der Unternehmensführung oder hinsichtlich des Innovations- oder Qualitätsmanagements dienen. Außerdem sollen die Gründer sich über Themen wie Arbeits- und Umweltschutz, Migrationsformalien oder Vereinbarkeit von Beruf und Familie umfassend beraten lassen können. Es werden maximal 50% (neue BL: 75%) der Beratungskosten bezuschusst. Insgesamt sind bis zu 6000 Euro an Förderung möglich.

Förderung durch die KFW-Bank

Desweiteren hat man die Möglichkeit einen staatlich geförderten Kredit bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) aufzunehmen, welcher von Banken und Sparkassen ausgegeben wird. Für diesen Kredit fallen niedrigere Zinsen an, als bei einem handelsüblichen Kredit und es ist kein Eigenkapital erforderlich. Es gibt verschiedene Varianten beispielsweise den StartGeld Kredit für Existenzgründer bis 100.000 Euro mit einer Freistellung von der Haftung bis 80 %. Daneben gibt es noch den KFW Gründerkredit Universal, der Gründer mit bis zu 10 Mio. Euro unterstützt. Außerdem bietet die KFW Kreditsicherung von Bürgschaften der Bürgschaftsbanken, wenn keine ausreichenden Sicherheiten vorhanden sind. Allerdings gibt es auch hier einige Hürden um den Kredit bewilligt zu bekommen, denn die Hausbanken müssen die verbleibenden 20% Ausfallrisiko übernehmen und vergeben den Kredit deshalb nicht an jede beliebige Person. Mit einem Eigenkapital von 20% und einer guten Geschäftsidee stehen die Chance für einen solchen Kredit jedoch gut. Die Inanspruchnahme einer Gründerberatung wird hier vor dem Gang zur Bank empfohlen.

 

Eine vollständige Übersicht über die Förderungsmöglichkeiten in Deutschland ist in der Förderdatenbank des Bundes (Link siehe unten) zu finden. Will man außerhalb Deutschland ein Unternehmen gründen, beispielsweise in der Schweiz, hilft das Förderprogramm Eurostars sowie die kantonalen Wirtschaftsförderungen. In Österreich kann man sich an den Gründerservice oder an spezielle Förder-Service-Stellen der Wirtschaftskammern richten oder die jeweiligen Ämter der Landesregierungen und deren ausgegliederte Förderungsgesellschaften kontaktieren, um sich über die Förderungsmöglichkeiten zu informieren.

Förderdatenbank des Bundes - hier mögliche Förderungen finden:

Tipp: Als gute Alternative für Selbstständige, Freiberufler und Neugründer kommen auch Peer-to-Peer Anbieter in Betracht, die Darlehen von privaten Anlegern vergeben.

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